Tipps zum Erzabbau

von Andrew Gaspurr, 3306 — (CC-BY)

Hier sind einige Tipps zum Abbau von Erzen und Mineralien speziell für die Arbeit in den Ringsystemen von Himmelskörpern, also z.B. Gasriesen. Mal abgesehen von den ganzen Spielmechaniken gibt es ein paar Sachen, die einem das Leben im “Belt” leichter machen, wenn man sie beherzigt. Dabei beziehe ich mich zunächst auf das Arbeiten mit 3 Abbau-Lasern.

Ein Abbau-Laser zieht pro Sekunde 3 Megawatt (MW) an Energie; sind zusammen also 9 MW pro Sekunde. Jetzt muss man natürlich schauen, was Energieverteiler so auf die Beine stellen können. Ein 6A-Verteiler hat einen Speicher von 50 MW und produziert pro Sekunde 5,2 MW. Ein 7A-Verteiler speichert 61 MW und produziert 6,1 MW pro Sekunde. Mit einem 6A-Verteiler kann man also mit 3 Abbau-Lasern rund 12 Sekunden im Dauerbetrieb schürfen. Mit einem 7A-Verteiler sind es schon rund 20 Sekunden. Das reicht in aller Regel für jeden Asteroiden. Vielleicht muss man zweimal takten, aber das ist eigentlich egal.

Denn jetzt kommt eine wichtige Tatsache hinzu: Mit 3 Abbau-Lasern und einem Klasse 6A oder 7A Energieverteiler hat man gute Karten, einen Asteroiden leerzuschürfen, bevor die Sammeldrohnen all die Erzfragmente eingesammelt haben.

Das heißt, die Abbaugeschwindigkeit wird nicht so sehr durch die Laser bestimmt, sondern durch die Anzahl an Sammeldrohnen. Es ist also fast am wichtigsten, so viele Drohnen-Controller mitzunehmen, wie möglich. Ein 5A-Controller ermöglicht das Aussetzen von drei Drohnen gleichzeitig, beim 3A-Controller sind es immerhin zwei. Wenn es also wirklich einigermaßen schnell gehen soll, hat man zwischen sieben und neun Drohnen gleichzeitig
draußen. Auf einigen Schiffen gehen sogar zwölf und mehr.

Was man dabei aber nicht vergessen sollte: Will man den Zeitfaktor einigermaßen gut in die ganze Unternehmung einkalkulieren, empfiehlt es sich, einen Treibstoffsammler einzubauen. Man braucht zwar nicht unbedingt einen der größten Klasse, er sollte aber schon die gleiche
Klasse haben, wie der Sprungantrieb, sonst wird das Auftanken zu langwierig. Trotzdem fehlt dann ein Modulslot für einen Drohnen-Controller. Es ist also ein Balanceakt.
Fazit ist daher, man sollte sich ein Abbaugebiet und einen Verkaufsort aussuchen, bei dem man voll beladen dennoch sein Ziel mit einer Tankladung anspringen kann. Man sieht daran schon, dass das Finetuning der Route hier schon wichtig sein kann.

Nehmen wir nun also an, wir haben uns die nötige Ausrüstung besorgt und stehen nun im Asteroidengürtel. Auch da gibt es einige Dinge, die es einem leichter machen, sich dort sicher und vor allem zeiteffizient zu bewegen.

Die folgenden Tipps gehen also mehr in Richtung “Erleichterung der Arbeit”.
Anhand eines Screenshots wird das hoffentlich verdeutlicht:

1. Energiemanagement

Achtet immer darauf, dass ihr vier Pips in die Waffensysteme leitet, sonst sind die Abbau-Laser im Nu leer und der Erzabbau gerät ins Stottern. Selbst ein 6A oder 7A-Energieverteiler kommt da nicht mit, wenn nur zwei oder drei Pips in den Waffen stecken.

2. Ausrichtung

In Ringsystemen ist es durch das irgendwie immer gleich aussehende Asteroidenfeld und die Eigendrehungen der Brocken unglaublich leicht, die Orientierung zu verlieren. Im schlimmsten Fall fliegt man irgendwann im Kreis und schießt dann die Prospektor-Drohnen auf Asteroiden, die sich dann als bereits leergeschürft herausstellen. Das ist ärgerlich. Deshalb empfehle ich, sich in Ringsystemen immer von außen nach innen vorzutasten, also vom Einsprungpunkt aus in Richtung Himmelskörper (hier ein Gasriese). Das erleichtert die Orientierung ungemein!

3. Abbau zu dritt

Man sollte nah genug an einen Asteroiden heranfliegen, um mit allen drei Lasern arbeiten zu können. Einige Waffenhalterungen auf größeren Schiffen sind weiter achtern, so dass sie eventuell aussetzen, wenn sich der Asteroid außer Reichweite drehen sollte. Achtet also darauf, dass alle drei Laser im Ziel die Einschlaganimation aufzeigen. Das Fadenkreuz wird nämlich erst rot, wenn alle drei Laser außer Reichweite sind. Es kann also etwas trügerisch sein, sich nur auf das Fadenkreuz zu verlassen.

4. Ruheposition

Die Eigendrehung von Asteroiden kann den merkwürdigen Effekt beim Piloten hervorrufen, sich unbedingt mit dem Schiff mitdrehen zu müssen, oder das Schiff sogar gegen die Drehung abzurollen. Das liegt an unserem Orientierungssinn und dem “eingebauten” Korrekturwunsch unseres Gehirns.
Von daher empfehle ich immer, einen Stern auszusuchen, der sich nahe bei einer Konsole oder einer Anzeige befindet und diesen Stern zu fokussieren, wenn man das Schiff ausrichtet. Steht der Stern still und bewegt sich nicht mehr, steht auch das Schiff still. Das hilft ungemein, besonders wenn man in einem Knubbel von Felsen arbeitet, von denen sich jeder irgendwie
anders dreht.

5. Waffengruppe

Am häufigsten arbeitet man mit Abbau-Lasern und Sammeldrohnen gleichzeitig. Von daher ist es schon sinnvoll, beides in dieselbe Waffengruppe zu stecken. Sammeldrohnen muss man immer mal wieder neu aussetzen, weil die auch sehr schadensanfällig sind, wenn sie entweder
gegen eine Asteroiden oder auch das eigene Schiff prallen.

Zum Abschluss noch eine Bemerkung zum Engineering:
Das einzige, was sich aus meiner Sicht wirklich lohnt, ist das Modden des Sprungantriebs für mehr Reichweite, denn ein schwer beladenes Schiff hat eine reduzierte Reichweite. Das fällt dann schon ins Gewicht, wenn man seine Ladung später weiter entfernt verkaufen will.
Schubantrieb, Energieverteiler und andere Module zu modden erscheint zwar nett, ist aber wenig nützlich. Im Asteroidengürtel fliege ich in aller Regel mit offener Ladeluke und mit Steuerdüsen, also ist ein frisierter Antrieb nur ein i-Tüpfelchen mit gefühlt fünf mehr Metern pro Sekunde.
Dasselbe gilt für den Energieverteiler: Man muss den nicht modden, denn die Abbau-Laser werden ausreichend versorgt und wie oben beschrieben sind die Sammeldrohnen der wahre zeitliche Flaschenhals.
Man kann allenfalls versuchen, bei allen Modulen durch Leichtbauweise noch mehr Reichweite herauszuholen. Meiner Erfahrung nach kann man so im Schnitt einen Hypersprung sparen.
Wenn es einem das wert ist: Blaze you own trail!